Ablauf einer Sanierung auf Ibiza: von der ersten Besichtigung bis zur Übergabe

Wer auf Ibiza ein Haus oder eine Wohnung sanieren lässt und selbst in Deutschland lebt, möchte vor allem eines wissen: Was passiert wann, und wann muss ich selbst etwas entscheiden? Der Ablauf einer Sanierung auf Ibiza besteht aus mehreren Phasen, die aufeinander aufbauen. Wer diese Reihenfolge kennt, kann aus der Ferne besser planen, weiß, wann er erreichbar sein sollte, und erkennt früh, wo es länger dauern kann.
Dieser Beitrag beschreibt die sieben Phasen einer typischen Sanierung. Feste Wochenzahlen finden Sie hier bewusst nicht, denn wie lange jede Phase dauert, hängt vom Haus, vom Umfang und von Ihren Entscheidungen ab. Dafür erfahren Sie, was in jeder Phase von Ihnen gebraucht wird und was sie verlängern kann.
1. Die erste Besichtigung
Am Anfang steht ein Termin vor Ort. Dabei geht es weniger um Details als um das große Bild: In welchem Zustand ist das Haus, was stört Sie heute, wie möchten Sie es künftig nutzen? Selbst bewohnen, ein paar Wochen im Jahr, vermieten? Diese Antworten bestimmen, wie weit die Sanierung gehen sollte.
Was Sie entscheiden: was Sie sich vom Haus wünschen und was auf keinen Fall verloren gehen soll. Wenn Sie nicht selbst zur Besichtigung kommen können, bestimmen Sie eine Person, die den Termin wahrnimmt, und lassen Sie sich Fotos und eine kurze Zusammenfassung schicken.
Was diese Phase verlängert: fehlender Zugang zum Haus, etwa weil die Schlüssel bei einem Nachbarn oder Verwalter liegen, der gerade nicht erreichbar ist.
2. Die Bestandsaufnahme
Bevor jemand planen kann, muss klar sein, was da ist. Räume werden aufgemessen, Leitungen, Dach, Feuchtigkeit und tragende Wände werden angesehen. Bei älteren Häusern, die über die Jahre erweitert wurden, entspricht das Gebaute nicht immer den vorhandenen Plänen. Das früh zu wissen, kann spätere Überraschungen ersparen.
Was Sie entscheiden: ob vorab einzelne Stellen geöffnet werden dürfen, um zu sehen, was hinter Fliesen oder Putz liegt. Das bedeutet am Anfang etwas mehr Aufwand und kann viel Unsicherheit aus der Planung nehmen.
Was diese Phase verlängert: fehlende Unterlagen zum Haus. Halten Sie die Dokumente aus dem Kauf, alte Pläne und Belege früherer Arbeiten bereit.
3. Planung und Angebot
Jetzt wird aus Wünschen ein Projekt: Grundriss, Installationen, Küche, Bäder, Böden, Fenster und Türen. Je nach Umfang arbeiten Architekt und Fachplaner mit. Auf Grundlage der Planung entsteht das Angebot, und je genauer die Planung ist, desto belastbarer ist das Angebot.
Was Sie entscheiden: In dieser Phase fallen die meisten und die wichtigsten Entscheidungen. Grundriss, Lage von Küche und Bädern, Böden, Fenster und Türen. Materialien und Oberflächen sollten Sie, so weit es geht, jetzt auswählen, auch wenn es verlockend ist, das auf später zu verschieben.
Was diese Phase verlängert: Entscheidungen, die immer wieder aufgeschoben oder geändert werden, und Angebote, die sich nicht vergleichen lassen, weil der Umfang nicht klar beschrieben ist.
4. Genehmigungen
Ob und welche Genehmigung Ihre Sanierung braucht, hängt davon ab, was verändert wird, in welcher Gemeinde das Haus steht und auf welchem Grund. Den Weg dorthin haben wir in einem eigenen Beitrag zur Baugenehmigung erklärt. Für den Ablauf ist entscheidend: Die Baustelle beginnt erst, wenn die nötige Erlaubnis da ist.
Was Sie entscheiden: dass nach dem Einreichen nichts Wesentliches mehr am Projekt geändert wird. Größere Änderungen danach können eine neue Prüfung auslösen.
Was diese Phase verlängert: Rückfragen der Behörde, unvollständige Unterlagen und Bauteile aus früheren Jahren, die erst geklärt werden müssen. Die Wartezeit lässt sich gut nutzen, um offene Materialentscheidungen in Ruhe zu treffen.
5. Die Ausführung, Gewerk für Gewerk
Auf der Baustelle arbeiten die Gewerke in einer festen Reihenfolge, weil jedes auf dem vorherigen aufbaut. Vereinfacht: zuerst der Rückbau, dann Maurerarbeiten und Änderungen am Grundriss, danach Wasser, Elektro und Klimatisierung, anschließend Trockenbau und Dämmung, dann Estrich, Fliesen und Böden, danach Küche, Bäder, Fenster und Türen, zum Schluss der Maler. Wenn ein Gewerk wartet, wartet oft auch das nächste.
Es gibt Wochen, in denen sich scheinbar wenig tut. Meist sind das die Wochen, in denen Leitungen verlegt werden, die man später nicht mehr sieht.
Was Sie entscheiden: idealerweise wenig Neues. Rechnen Sie trotzdem mit Fragen, wenn hinter einer Wand etwas Unerwartetes auftaucht. Dann hilft es, wenn Sie schnell erreichbar sind.
Was diese Phase verlängert: Änderungswünsche während der Arbeiten, Material mit langer Lieferzeit, das zu spät bestellt wurde, und Überraschungen im Bestand. Auf einer Insel kommt hinzu, dass manches Material erst hierher geliefert werden muss.
6. Restarbeiten und Feinschliff
Wenn das Haus fast fertig aussieht, beginnt eine Phase, die oft unterschätzt wird: Fugen, Steckdosenabdeckungen, das Einstellen von Türen und Fenstern, Ausbesserungen beim Anstrich, die Montage von Leuchten und Accessoires. Viele kleine Arbeiten, für die verschiedene Handwerker noch einmal ins Haus kommen.
Was Sie entscheiden: Leuchten, Spiegel und Accessoires fürs Bad. Wenn diese Dinge rechtzeitig ausgesucht sind, liegen sie bereit, wenn sie gebraucht werden.
Was diese Phase verlängert: Teile, die erst jetzt bestellt werden, und Möbel, die vor dem Ende der Arbeiten geliefert werden und im Weg stehen.
7. Übergabe und gemeinsamer Rundgang
Am Ende steht ein Rundgang durch das Haus, Raum für Raum. Was noch nicht passt, kommt auf eine Liste und wird anschließend erledigt. Zur Übergabe gehören auch die Unterlagen: Anleitungen für Geräte und Anlagen und, je nach Vorhaben, das, was zum Abschluss bei der Gemeinde einzureichen ist.
Was Sie entscheiden: ob Sie den Rundgang selbst machen oder jemanden damit beauftragen. Wenn Sie aus Deutschland anreisen, legen Sie Ihren Besuch so, dass Sie beim Rundgang dabei sind und danach noch ein paar Tage bleiben.
Was diese Phase verlängert: eine Mängelliste, die erst Wochen nach der Übergabe zusammengestellt wird. Je früher alles notiert ist, desto leichter lässt es sich einplanen.
Wie Sie den Ablauf aus Deutschland begleiten
Sie müssen nicht jede Woche auf der Insel sein. Hilfreich ist, vorab festzulegen, wann Ihre Anwesenheit sinnvoll ist, etwa bei der ersten Besichtigung, bei der Auswahl von Fliesen und Oberflächen und beim Rundgang zur Übergabe. Für die Wochen dazwischen dokumentieren wir jede Bauphase mit Fotos, und Sie besprechen alles mit uns auf Deutsch.
Klären Sie auch, was nach der Übergabe passiert. Wer schaut nach dem Haus, wenn Sie wieder in Deutschland sind? Die Hausverwaltung gehört ebenfalls zu unseren Leistungen.
Wie lange dauert das alles?
Eine seriöse Antwort gibt es erst nach Besichtigung und Planung. Die Dauer hängt vom Umfang ab, vom Zustand des Hauses, von den nötigen Genehmigungen, von Lieferzeiten und davon, wie schnell Entscheidungen fallen. Wer zu einem bestimmten Termin in sein Haus möchte, sollte früh anfangen und Puffer einplanen.
Ihr Projekt Schritt für Schritt
Bei einer Wohnung in Ibiza-Stadt haben wir Installationen, Küche, Bäder und Böden erneuert, eine Sanierung, bei der die Reihenfolge der Gewerke den ganzen Ablauf bestimmt. Als Ihre deutsche Baufirma auf Ibiza begleiten wir Projekte mit Projektbüro, Bauplanung, behördlicher Abwicklung und Bauleitung. Zu einem ersten Gespräch können Sie uns nach Vereinbarung in unserem Studio in Sant Jordi de ses Salines besuchen.
Abgeschlossene Arbeiten finden Sie unter Projekte. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, welches Haus Sie sanieren möchten, und wir besprechen gemeinsam den ersten Schritt.


